Schreibzentrum
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Fortbildung für wiss. Mitarbeiter*innen

Bestandteile der Fortbildung

  • Baustein 1: Schreibdidaktische Schulung
  • Baustein 2: Schreibdidaktische Gestaltung einer Lehrveranstaltung
  • Baustein 3: Schreibgruppe

Die schreibdidaktische Schulung verfolgt ein doppeltes Ziel: Zum einen lernen die TN, wie sie Studierende in Veranstaltungen schreibdidaktisch anleiten können (Umsetzung in Baustein 2), um fachwissenschaftliche Schreibkompetenz nachhaltig zu fördern. Zum anderen werden die TN dazu befähigt, ihr eigenes Schreibverhalten zu reflektieren und zu steuern (Umsetzung in Baustein 3). Auf der Ebene des Schreibens wird damit das Ineinandergreifen von Forschung und Lehre im humboldtschen Sinne gezielt gefördert.

Die Schulung findet von 9:15–16:45 Uhr (Tag 1) und von 9:15–12:45 Uhr (Tag 2) zu Beginn oder am Ende der vorlesungsfreien Zeit statt. Alle Informationen zur Fortbildung finden Sie außerdem in unserem Infoblatt (747 kB).

Baustein 1: Schreibdidaktische Schulung

In der Schulung (Baustein 1) werden die TN vorbereitend auf die folgenden Bausteine in Schreibforschung und -didaktik eingeführt. Dabei geht es um den Schreibprozess, Schreib-kompetenzen, Textdiagnostik und schreibdidaktische Methoden. Zudem erfolgt eine aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Schreibverhalten über verschiedene Schreibübungen, wobei Peer-Feedback sowohl als Werkzeug für die Weiterentwicklung eigener Schreibprojekte und -kompetenzen als auch für den Einsatz unter Studierenden im Mittelpunkt steht.

Baustein 2: Schreibdidaktische Gestaltung einer Lehrveranstaltung

Die TN erarbeiten noch während der Schulung ein schreibdidaktisches Konzept für ein Seminar, das im Rahmen ihrer Lehrverpflichtung an ihrer Fakultät ansteht. Das zu erarbeitende Konzept zielt darauf ab, dass die Studierenden der TN mit kleinen, unbenoteten Schreibaufgaben (in disziplinentypischen Formaten) die fachlichen Inhalte des Seminars erschließen, vertiefen und ggf. in Vorbereitung auf die das Seminar abschließende schriftliche Prüfungsleistung weiterentwickeln. Durch den Einsatz von Peer-Feedback entsteht den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen in ihrer Rolle als Lehrende dadurch kein Mehraufwand. Die Studierenden werden sich gegenseitig Feedback nach vorher etablierten Regeln geben. Durch ihre doppelte Rolle als Schreibende und Lesende verbessern sie ihre Schreibkompetenzen auf mehreren Ebenen: Sie entwickeln eine gewisse Schreibroutine, können sich ohne Druck im wissenschaftlichen Schreiben üben, erfahren Schreiben als Lern- und Denkwerkzeug und bekommen ein besseres Gespür für disziplinentypisches und adressatengerechtes Schreiben. Durch das Lesen der Texte ihrer Kommiliton*innen und das Feedbackgeben üben Sie außerdem die Metareflektion wissenschaftlichen Schreibens.

Im Laufe des Semesters erhält jeder TN eine individuelle Sprechstunde (45 Min.) mit einer*einem Schreibzentrumsmitarbeiter*in, um den bisherigen Einsatz der schreibdidaktischen Methoden im Seminar zu reflektieren und ggf. anzupassen. Nach der Vorlesungszeit wird eine Abschlusssitzung (90 Min.) anberaumt, um die schreibintensiven Seminare der einzelnen TN gemeinsam zu reflektieren und Erfahrungen auszutauschen. Im Rahmen des Kurses wird außerdem die Etablierung einer informellen Austauschgruppe innerhalb der Kursteilnehmer-*innen angeregt.

Baustein 3: Schreibgruppe

Semesterbegleitend finden sich die TN in einer Schreibgruppe zusammen, um an ihren eigenen Schreibprojekten im Zusammenhang mit ihrer Forschungstätigkeit weiterzuarbeiten. Die Schreibgruppe hilft dabei, sowohl mehr Verbindlichkeit zu erzeugen (es werden Ziele gesetzt und überprüft, Abläufe und Termine vereinbart) als auch den Austausch mit Peers und regelmäßiges Feedback zu ermöglichen. Dabei gilt: Je vielfältiger die vertretenen Fachkulturen sind, desto besser – denn fachfremde Personen können Lücken und Brüche in der Argumentation besser erkennen, weil sie diese nicht durch das eigene Fachwissen füllen bzw. richten können.

In einem durch das Schreibzentrum organisierten Kick-off-Event (45 Min.) legen die TN Rahmen und Regeln für die Schreibgruppe selbst fest, um ein Format zu gestalten, das für die Forschungsarbeit der TN möglichst fruchtbar ist.

Aktuelle Fortbildungstermine

04. + 05. Oktober 2021

Teilnahme

Die Fortbildung ist auf max. 12 Teilnehmer*innen (TN) ausgelegt. Teilnehmen können alle wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen mit Lehrverpflichtung aus jeder Fakultät der LMU. Die Fortbildungskosten sind von den jeweiligen Fakultäten zu tragen und können aus Mitteln an das Schreibzentrum gezahlt werden, die für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von wissenschaft-lichen Mitarbeiter*innen zur Verfügung stehen, z. B. im Rahmen des Mentoring-Programms der LMU.

Die Veranstaltungen werden auf Deutsch gehalten. Die wichtigsten Materialien werden zusätzlich auf Englisch zur Verfügung gestellt; Diskussionsrunden sowie Text- und Gruppenarbeiten können je nach Bedarf auf Englisch oder Deutsch stattfinden.

Fortbildungskosten

Die Fortbildungskosten belaufen sich auf 262,50€ pro Person.

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