Schreibzentrum
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Rettet das Schreibzentrum!

Was ist die aktuelle Herausforderung?

Das Schreibzentrum der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften wurde im Januar 2015 im Rahmen des Projekts Lehre@LMU (Qualitätspakt Lehre) gegründet. Es entstand – bottom-up – durch das begeisterte Engagement zahlreicher an der Fakultät 13 Beschäftigter sowie durch die Nutzung von Synergien und Impulsen, die das Programm Lehre@LMU generierte. Ziel war es, Studierende und Promovierende bei der Entwicklung ihrer Schreibkompetenzen zu unterstützen. Seit dem Sommersemester 2017 ist das Team des Schreibzentrums mit dem Multiplikatoren-Projekt zur „Integration von Schreiben in die Lehre” zudem Teil des Multiplikatoren-Programms der LMU, das Lehrende bei der Umsetzung von innovativen Ideen in der Lehre unterstützt.

Im Laufe der Jahre hat sich das Schreibzentrum stetig vergrößert, sein Programm erweitert und damit eine wachsende Zahl Studierender, Promovierender und Lehrender bei ihren Aufgaben unterstützen können. Regelmäßige Veranstaltungen wie die Schreibberatung und die Freitagsworkshops, aber auch besondere Events wie Schreibtage und die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten sind für viele eine Anlaufstelle, Teil des Erlebnisses Studium oder eine Stütze in der Vermittlung von Schreibkompetenzen in der Lehre geworden.

Allerdings laufen zum 31. Dezember 2020 die Fördermittel von Lehre@LMU aus, womit der Großteil der Finanzierung des Schreibzentrums wegfällt. Das bedeutet für uns, dass wir momentan nicht voraussagen können, wie wir unser Angebot aufrechterhalten können. Auf jeden Fall benötigen wir dringend zusätzliche Finanzierung, um der hohen Nachfrage weiterhin gerecht zu werden. In den kommenden Monaten werden wir unser Programm bereits stark einschränken und im schlimmsten Fall ab Januar einige Events komplett streichen müssen.

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Was kann ich tun?

Ihre bisherige Teilnahme an unseren Veranstaltungen hat uns schon sehr geholfen, da wir mit den Evaluationen unsere Statistiken anlegen und unsere Relevanz in Zahlen belegen können. Es gibt nun drei Ansätze, wie Sie uns überdies unterstützen können:

  • Nehmen Sie weiterhin an unseren Angeboten teil und füllen Sie die Evaluationen aus. Dadurch können wir auch weiterhin belegen, dass das Schreibzentrum an der LMU dringend gebraucht wird.
  • Geben Sie uns Feedback: Schicken Sie uns einfach eine Mail mit einem kurzen Erfahrungsbericht (es dürfen auch gerne nur zwei bis drei Zeilen sein) an schreibzentrum@lrz.uni-muenchen.de. Wir verwenden Ihr Feedback dann in unseren Anträgen und Publikationen.
  • Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen! Berichten Sie Menschen in Ihrem Umfeld (Lehrenden, Promovierenden, Studierenden, etc.) vom Schreibzentrum und den Erfahrungen, die Sie damit gemacht haben.
Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Hilfe!

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Was sagen die Zahlen?

Unsere Statistiken zeigen, dass die Angebote des Schreibzentrums von einer großen Zahl Studierender, Promovierender und Lehrender mit Begeisterung angenommen werden. Wir fänden es sehr schade, wenn wir ihnen diesen Service ab Januar nicht mehr bieten könnten.

 Teilnehmerstatistik WS 19-20 nach Abschluss

Teilnehmerstatistik WS 19-20 nach Fächergruppen

 

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Wie könnte es weitergehen?

Wir bemühen uns um eine Anschlussfinanzierung. Dabei ist uns allerdings bewusst, dass zeitlich begrenzte Drittmittel nur einen Aufschub eines absehbaren Endes für uns bedeuten würden. Wir sehen unser Ziel daher in der Institutionalisierung des Schreibzentrums an der LMU, wodurch das „Schreibzentrum der Fakultät 13” auch im Namen zu dem werden würde, was Teilnehmerzahlen jetzt schon belegen: dem „Schreibzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München”.

Durch eine Institutionalisierung und feste Verankerung des Schreibzentrum als zentralem Teil des Universtitätsbetriebes – ähnlich der zentralen Studienberatung oder der Universitätsbibliothek – könnten wir in einem ersten Schritt die bereits bestehenden Angebote beibehalten und sie in einem zweiten Schritt in größerem Maß auf die gesamte LMU ausweiten. Das würde sich einerseits in mehr studienfachspezifischen Angeboten zeigen, z.B. Kursen zur Bachelorarbeit in der BWL oder zur medizinischen Doktorarbeit, und andererseits in der Erweiterung unserer digitalen Angebote, wie wir es bereits im Sommersemester 2020 begonnen haben.

  • Die bereits erfolgten ersten Schritte hin zur Digitalisierung und unsere bestehenden Angebote im Bereich der digitalen Lehre sollen weiterverfolgt und beträchtlich ausgeweitet werden.
  • Die zwei bereits im Programm verankerten Kurse „Einführung in das wissenschaftliche Schreiben“ und „Kreativ Schreiben!“ in Kooperation mit dem breiten Nebenfach Sprache/Literatur/Kultur sollen um einen dritten Kurs zum Umgang mit philologischen Quellen erweitert werden. Ein solcher Kurs war bereits geplant, konnte jedoch wegen der unklaren Finanzierung noch nicht umgesetzt werden.
  • Die bisherigen mehrsprachigen Angebote des Schreibzentrums (Angebote für Deutsch-muttersprachliche Studierende, Angebote für Studierende mit Deutsch als zweiter Wissenschaftssprache, Angebote für Studierende mit Englisch als erster oder zweiter Wissenschaftssprache) sollen ergänzt und ebenfalls auf die digitalen Inhalte ausgeweitet werden.
  • Die fachspezifischen Kompetenzen der Studierenden der Sprach- und Literaturwissenschaften hinsichtlich sprachlichen Ausdrucks und didaktischer Qualifikation sollen in Zukunft durch passgenaue Formate in weniger schreibintensive Studiengänge, wie etwa Medizin und Naturwissenschaften, exportiert werden. Die positiven ersten Erfahrungen im Rahmen des (englischsprachigen) EUGLOH-Programms haben diese Ausweitung als sinn- und wertvolle Weitergabe von Schreibkompetenzen deutlich werden lassen. Dies gilt es, weiter auszubauen.
  • Für Forschende und Post-Docs möchte das Schreibzentrum analoge Unterstützungsprogramme auf Peer-to-Peer-Basis anbieten, die insbesondere auf die wissenschaftliche Qualitätssicherung im Publikationsprozess sowie die verständliche, öffentlichkeitswirksame Präsentation von Forschungsergebnissen abzielen.
  • Mit einem derart umfassenden Programm könnten von der LMU ausgebildete Forschende während ihrer gesamten akademischen Ausbildung vom Schreibzentrum betreut werden - vom Studienbeginn bis zur Spitzenforschung.
  • Ebenfalls würden durch vertiefte Kooperationen Synergien im Bereich der Lehrer*innen-Bildung genutzt, welche ihrerseits das Niveau der Schreibkompetenzen bereits auf Schulebene nachhaltig beeinflussen könnten.
  • Außerdem könnte das Schreibzentrum die gesundheitsfördernden Aspekte von Schreibprozessen spezifisch herausarbeiten und, beispielsweise in Kooperation mit der psychotherapeutischen und psychosozialen Beratung des Studentenwerks, Strategien und Angebote für Studierende und Nachwuchsforscher bereitstellen, um krankhafte Formen der Prokrastination frühzeitig erkennen und kontrollieren zu lernen.
  • Die wissenschaftliche Reflexion der Schreibprozesse, die sich bereits jetzt in Konferenzbeiträgen und Publikationen niederschlägt, soll verstetigt und systematisiert werden. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse verstärken die positive Außenwirkung der LMU.
  • Speziell für die Bedürfnisse von internationalen Studierenden und Wissenschaftlern entwickelte Programme könnten die schnelle und präzise Adaptation der Konventionen wissenschaftlicher Arbeitsweisen im deutschen Hochschulkontext ermöglichen.

Evaluation des Schreibzentrums von Studierenden

Individuelle Schreibberatung

WS 18/19:

- I now teach at a Hochschule in Munich and the need for a "Writing Center" is crucial for student development. I wish I could send my students to such a place as LMU-Munich has! Keep up the good work!

- Sehr hilfreich um sein Schreiben zu verbessern und Feedback zu erhalten!

SS 19:

- Die Existenz vom Schreibzentrum ist sehr wichtig für internationale Studierende

- Das ist ganz toll, da Studenten Hilfe und Anleitung bei ihren Ausarbeitungen bekommen. Das macht ihre Arbeitsstruktur immer besser und führt zu deutlich besser strukturierten Arbeiten

- Das Schreibzentrum ist definitiv unterbewertet und hat mir während des Schreibprozesses immens geholfen! Danke dafür!

- Ich finde es super, dass es eine Anlaufstelle gibt, wo man Unterstützung finden kann.

- Eine super Einrichtung, die sicherlich vielen Studierenden ihr Studienleben erleichtert.

WS 19/20:

- Writing Center is a HOPE for a non-native PhD student like me

- It is really wonderful for students that want to write their papers or thesis in English as a second language

- Ich bin immer gut motiviert durch die Beratung und die Workshops vom Schreibzentrum. Bekomme immer gute Ratschläge für meine Seminararbeiten

SS 20:

- Ich habe ein persönliches Problem damit, jemand zu fragen, ob er/sie meine Arbeiten liest, weil das Schreiben für mich mit einer gewissen Intimität zu tun hat. Da ich die TutorInnen des Schreibzentrums aber persönlich nicht kenne, fühle ich mich durch diese Anonymität ziemlich sicher (wie in einer Großstadt).

- Thank you for all your help with my essays, your guidance was invaluable. I do not have words to describe how grateful I am that there is such an awesome writing centre at LMU :)

Freitagsworkshops

WS 18/19:

- Ich finde es toll, dass wir ein Schreibzentrum haben, weil man da immer hingehen kann und einem weiter geholfen wird. Auch die Workshops sind gut.

- Ich bin sehr froh, dass wir an der LMU ein so großes Angebot mit kompetenten Leitern zu den unterschiedlichsten Themenbereichen rund ums Schreiben haben, was zusätzlich kostenfrei angeboten wird.

WS 19/20:

- Es ist toll, dass man zu jedem Thema und rund ums Schreiben einen Workshop angeboten bekommt und einen Ansprechpartner hat!

- It is really important that you guys help us navigate through English writing!

- Wichtiger Bestandteil des Studiums als Hilfe beim akademischen Schreiben

- Sind sehr engagiert, bieten verschiedene relevante Themen für die Uni aber auch generell an, man fühlt sich unterstützt und gut beraten

- Super Einrichtung mit vielen sehr netten und kompetenten Ansprechpartner*innen

In-Class-Workshops

WS 18/19:

- Es ist sehr wichtig, ein Schreibzentrum zu haben, insbesondere für Erasmus-Studenten, die nicht so oft Hausarbeiten und Thesenpapiere zu Hause schreiben sollen

- Ich finde es toll, dass ihr in die Kurse kommt und wirklich aktiv auf uns zukommt! Außerdem hilft die Unterstützung wirklich beim Hausarbeiten Schreiben. Danke!

SS 19:

- Ich finde es gut, dass man als Studierender weiß, dass man immer Ansprechpartner hat, falls Schwierigkeiten beim Schreiben auftauchen.

WS 19/20:

- Das Schreibzentrum bietet vielfältige Formate an, die für das wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten unabdingbar sind (Lehrendenkommentar)

- Eine extrem sinnvolle und unterstützenswerte Einrichtung!

Weiteres Feedback

- Als eine ausländische Studentin habe ich häufig Probleme mit Hausarbeiten. Aber das Schreibzentrum hat mir sehr geholfen. Ich finde es sehr wichtig, wenn wir das Schreibzentrum weiter haben können!

- Ohne das Schreibzentrum hätte ich mein Studium bestimmt nicht abgeschlossen. Die Workshops und die individuelle Beratung sind das Beste, wenn man nicht mehr weiß.

- Ich nahm bereits am Schreibtag sowie zwei Schreibberatungen (zu einer Seminararbeit und dem Verfassen eines Dissertations-Exposés) teil. In beiden Fällen habe ich die konstruktiven Hilfestellungen, Schreibmethoden und das Fachwissen der Berater*innen sehr geschätzt. Gerade der Austausch mit Studierenden, die in einer ähnlichen Lage sind oder waren, ist toll.

- Das Schreibzentrum hat mir in der Vergangenheit schon viel geholfen und ich hoffe auch, bei meiner Bachelorarbeit darauf zurückgreifen zu können. Alle Kurse, die ich bisher besucht habe v.a. zum Aufbau von Arbeiten und zur Kommasetzung waren sehr hilfreich, der weitreichendste Kurs für mich war aber sicherlich der Journalismuskurs von Frau Dr. Kals im Wintersemester 2019/2020. Durch diesen Kurs habe ich ein Praktikum beim Landsberger Tagblatt, einer Regionalzeitung der Augsburger Allgemeinen, bekommen und schreibe immer noch – wenn es mein Stundenplan zulässt – als freie Mitarbeiterin dafür. Ohne den Kurs hätte ich nicht die nötigen Referenzen bekommen und bin daher dem Schreibzentrum und Frau Dr. Kals sehr dankbar für diese tolle Chance und hoffe, dass in auch weiterhin Studenten davon profitieren können!

- Ich habe bereits einige Kurse bei euch besucht und die Kurse haben mir bei meinen Schreibprojekten immer sehr weitergeholfen. Das Schreibzentrum ist eine große Bereicherung für alle Studierenden der LMU. Vielen Dank, dass es euch gibt.

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Einschätzungen von Lehrenden

Alexander Finkbohner, M.A., Fakultät 13, Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache

„Ich hoffe sehr, dass das Schreibzentrum eine Anschlussfinanzierung erhält, da es meines Erachtens wichtige Funktionen übernimmt, die in den normalen Lehrveranstaltungen nicht immer im benötigten Ausmaß berücksichtigt werden können. Meinem Eindruck nach entsteht gerade in der Master-Phase durch die unterschiedlichen Vorstudien (verschiedene BA-Fächer oder Studiengänge in anderen wissenschaftssprachlichen Kulturräumen) eine große Heterogenität hinsichtlich der Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben. Hohe Studierendenzahlen in den Seminaren schränken die benötigten individuellen Besprechungen von Hausarbeitsvorhaben deutlich ein, Lücken im wissenschaftlichen Arbeiten können durch die einzelnen Disziplinen kaum geschlossen werden. Diese Querschnittsaufgabe erfüllt das Schreibzentrum für die Fakultät 13/14 in kompetenter und nachhaltiger Art und Weise. Die Schreibtutorinnen und Schreibtutoren können neben den Grundlagen auch auf die Spezifika der einzelnen Studienfächer eingehen und die Studierenden so passgenau beraten. Es liegt auf der Hand, dass die "Externalisierung" dieser Beratungs- und Unterstützungsaufgabe in das Schreibzentrum die Uni günstiger kommen sollte, als Realisierungen in jedem einzelnen Fach. Gerade in den Philologien mit zahlreichen Lehramtsstudiengängen sollte moderne Schreibdidaktik nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt werden. Die Einbindung von In-Class-Workshops fördert einen rechtzeitigen Einstieg in Planungsprozesse, die durch Einzeltermine beim Schreibzentrum bei Bedarf noch weitergeführt werden können. Zeit und Raum für Prozesse des Überarbeitens oder Reflektieren bisheriger Schreiberfahrungen finden sich im normalen Studienangebot kaum. Durch eine kontinuierliche Rückbindung an das Schreibzentrum und den (auch längerfristigen) Kontakt mit den Schreibberatern und Schreibberaterinnen können einzelne Studierende auf ihrem Entwicklungsprozess im wissenschaftlichen Schreiben mit nachhaltigem Erfolg begleitet werden. Das kann natürlich nicht für alle Studierende umgesetzt werden, aber zumindest für die mit den höchsten Förderbedarfen.
Ich habe zu den Workshops des Schreibzentrums stets sehr positive Rückmeldungen von meinen Studierenden erhalten und würde sie vermissen!”

PD Dr. Stefanie Fricke, Fakultät 13, Department für Anglistik und Amerikanistik

Warum muss das Schreibzentrum erhalten bleiben?

„Das akademische Schreiben ist integraler Bestandteil des (anglistischen) Studiums, in den regulären Lehrveranstaltungen bleibt jedoch kaum Zeit, mehr als nur die formalen Grundlagen zu besprechen. Das führt zu großer Verunsicherung bei vielen Studierenden und beeinträchtigt die Qualität der schriftlichen Leistungen bis hin zu Abschlussarbeiten. Das breite Angebot des Schreibzentrums schließt hier eine Lücke. Gut ausgebildete Mitarbeiter entlasten Lehrende und bieten umfassende Hilfestellungen für Studierende. Dies ist gerade auch für ausländische Studierende im Master-Studium besonders wichtig, da diese zum Teil nicht mit den Gepflogenheiten deutscher Seminararbeiten etc. vertraut sind.”

Mehrwert des Schreibzentrums für die LMU:

„Die gleichen Argumente wie oben, sprich bessere (Abschluss)arbeiten durch bessere Ausbildung der Studierenden und zudem Entlastung der Lehrenden. Gerade in der (internationalen) Außendarstellung ist es ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal (=> Unterstützung (ausländischer) Studierende im wissenschaftlichen Schreiben).”

Dr. Teresa Gruber, Fakultät 13, Department für Romanistik

Warum muss aus Ihrer Sicht das Schreibzentrum erhalten bleiben?

„In den fünf Jahren seines Bestehens konnte das Schreibzentrum ein breites Angebot an Workshops, Beratung und Materialien für Studierende und Lehrende an der LMU etablieren. Die Wirkung geht dabei mittlerweile weit über die Fakultät 13, in der das SZ ursprünglich angesiedelt war, hinaus. Schreiben gilt für eine erfolgreiche Karriere in vielen akademischen Berufen als zentrale Schlüsselkompetenz und wird von Arbeitgebern vorausgesetzt. Eine Universität, die das Prädikat „exzellent“ führen darf, sollte sich es ihren Absolventen unter anderem ermöglichen, diese Kompetenz während des Studiums zu erwerben und zu trainieren.
Das Schreibzentrum hat sich die Unterstützung bei der Vermittlung ebendieser Kompetenz zum Ziel gesetzt, zumal in den straffen Curricula des Regelstudiums häufig nicht ausreichend Zeit und Kapazität dafür besteht. Auf kreative Weise, mit vergleichsweise wenig Mitteln und viel ehrenamtlichem Engagement ist es wissenschaftlichen Mitarbeitern der Fakultät 13 gelungen, ein wirkungsvolles Programm zu entwickeln. Viele der innovativen Formate (E-Learning-Angebote, Freitagsworkshops, Schreibtag, Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeit, Writing Fellow Programm etc.) helfen nicht nur Studierenden dabei, ihre Schreibkompetenz zu verbessern, sondern entlasten und unterstützen zugleich Lehrende. Würden die Angebote des SZ auf Grund einer fehlenden Anschlussfinanzierung wegfallen, würde das nicht nur einen Verlust für Studierende und Lehrende darstellen, sondern auch für die LMU als Institution, schließlich sind Schreibzentren an den meisten der Exzellenzuniversitäten Deutschlands fest etabliert. Eine Weiterführung des bestehenden Angebots auf rein ehrenamtlicher Basis ist meines Erachtens nicht möglich.”

Was ist Ihrer Meinung nach der Mehrwert des SZ für die LMU?

  • „Für Studierende: Verbesserung der Schreibkompetenz; intensivere Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten, da bei der Überarbeitung der Schreibprojekte nicht nur die Form, sondern auch der Inhalt reflektiert wird; bessere Noten; mehr Erfolgserlebnisse im Studium, Freude am Lernen
  • Für Lehrende: Entlastung bei der Vermittlung von Schreib- und Präsentationskompetenz; geringerer Korrekturaufwand; Materialien- und Methodenpool; Networking mit Kollegen, die ähnliche Ziele verfolgen, über das eigene Fach hinaus
  • Für die LMU als Institution: Neben den oben genannten Punkten, sei auch berücksichtigt, dass durch die Ausbildung und stetige Fortbildung der im SZ tätigen Tutoren und Hilfskräfte ein akademischer Nachwuchs heranwächst, der schon früh Erfahrungen in der Hochschullehre sammelt und i.d.R. exzellente Schreibkompetenzen entwickelt.”

Dr. Stefan Hackl, Fakultät 13, Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache

„Aus meiner Sicht muss das Schreibzentrum unbedingt erhalten bleiben, da besonders das Angebot an „In-Class-Workshops” und das „Writing-Fellow-Programm” eine ideale Ergänzung der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Lehre an unserer Fakultät darstellt. Gerade der Ausbau der Schreibkompetenz bleibt bei den Studierenden in den meisten Lehrveranstaltungen unberücksichtigt, ist aber gerade für die Lehramtsstudierenden im Hinblick auf das schriftliche Staatsexamen unerlässlich. Die Dozierenden können in ihren Lehrveranstaltungen nur sehr begrenzt und häufig nur in zu geringem Umfang diese Schreibkompetenzförderung betreiben. Genau hier ist das Schreibzentrum von enormer Bedeutung, damit wir die Lehramtsstudierenden auf das Staatsexamen bestmöglich vorbereiten können. Ohne dieses Angebot des Schreibzentrums kann diese Schreibkompetenzförderung bei den Lehramtsstudierenden, die immerhin einen Großteil der Studierenden an unserer Fakultät ausmachen, nicht mehr in dem bisherigen Maß sichergestellt werden, wodurch künftig Nachteile für die Lehramtsstudierenden im Hinblick auf die Staatsexamensprüfungen entstehen werden. Dies sollte aus meiner Sicht unbedingt vermieden werden.”

Dr. Nikolina Hatton, Fakultät 13, Department für Anglistik und Amerikanistik

„In my opinion, students do not receive enough training in writing, argumentation, and giving presentations in the course of their degree programs at LMU. Most degree programs at LMU are content-oriented, but many examination strategies are at least in part form-oriented. The services that the Schreibzentrum provides equips students with the formal training they need in two significant ways: 1) it provides them with further practical instruction in writing, logic, and presentations and thus increases their performance on graded tasks, like term papers, in turn, increasing their grade point average and the quality of their written work overall. 2) It provides them with practical skills that will be useful once they leave university. While writing a term paper may seem fairly university-specific, structuring one's writing in a logical manner, using transitions and good arguing skills will all figure into better performance in workplace communication. The same goes for the services provides by the SZ in relation to giving presentations, and even more broadly to research skills in general. In the humanities, these tasks are crucial, as many students graduating with degrees in literature studies, for instance, will need to not only emphasize but also adapt their communicative skills to a non-academic job market. The merit for students continuing on to advanced degrees within the universities (PhD programs) is just as pressing, important, and crucial to LMU as a research university, as good academic writing will aid them not only in completing their work on time, but in also getting their research published in high-impact journals.”

Dr. Fabienne Imlinger, Fakultät 13, DFG Graduiertenkolleg „Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung“

Warum muss aus Ihrer Sicht das Schreibzentrum erhalten bleiben?#

„(1) Als Lehrende: In Lehralltag bleibt leider zu wenig Zeit, um die Studierenden in Ihren Schreibprozessen umfassend begleiten zu können. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass z.B. in unseren Studiengängen einführende Veranstaltungen zum Thema wissenschaftliches Schreiben/Arbeiten so gut wie gar nicht mehr existieren. Das in der Lehre aufzufangen bzw. nachzuliefern ist schwierig. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Begleitung meines Seminars durch einen Tutor des Schreibzentrums wertvoll war: die Studierenden haben sich nicht nur das Thema besser erarbeiten können und es war im Laufe des Semesters bei ALLEN Studierenden (selbst den sehr guten) eine Verbesserung in ihren Texten zu erkennen. In meiner Evaluation habe ich durch die Bank positives Feedback dazu bekommen, dass das Seminar vom Schreibzentrum begleitet wurde. Besonders hervorheben möchte ich hier auch die Fachfremdheit des Tutors, der einen 'freieren' Blick auf die Texte ermöglicht hat, d.h. ein Blick, der nicht schon durch die spezifische Fachkultur und -diskurse gefärbt war.

(2) Als Koordinatorin eines Graduiertenkollegs: Ich habe es im Laufe meiner mehrjährigen Tätigkeit immer wieder erlebt, dass Doktorand*innen zum Teil massive Schreibblockaden haben. Ich kann sie in meiner Funktion als Koordinatorin hier nur bis zu einem gewissen Grad unterstützen, auch bei dem/der Betreuer*in sind Grenzen gegeben, was sie tun können. Hier ist das Schreibzentrum eine wichtige Anlaufstelle, an die sie verwiesen werden können. Ich kann außerdem aus der Erfahrung der Antragsstellung sagen, dass die DFG solche unterstützenden Angebote bzw. interfakultären Einrichtungen begrüßt, es gibt hierzu einen eigenen Punkt in der Antragstellung. Das Schreibzentrum ist zwar keine Garantie, aber sicherlich ein positiver Indikator für den Abschluss von Promotionen (woran die DFG ja ein Interesse hat).”

Was ist Ihrer Meinung nach der Mehrwert des Schreibzentrums für die LMU?

  • „Verbesserung der Lehre
  • Verbesserung der Ausbildung der Studierenden (die Fähigkeit, unterschiedliche Texte schreiben zu können, ist m.W. heute in nahezu jedem Bereich gefragt)
  • wenn man so will also: ein Baustein in der 'Exzellenz' der LMU.
  • Mehrwert in der Beantragung und Einwerbung von Drittmitteln.”

Dr. Kornelia Kończal, Fakultät 12, Geschichte Osteuropas und Südosteuropas

Warum muss aus Ihrer Sicht das Schreibzentrum erhalten bleiben?

„Jede Universität, die etwas von sich hält und erst recht eine Exzellenzuniversität sollte ein Schreibzentrum haben. In vielen Ländern der Welt ist dies eine Selbstverständlichkeit. Es wäre äußerst bedauernswert, wenn die an der LMU bereits existierenden Strukturen des Schreibzentrums aufgelöst wären.”

Was ist Ihrer Meinung nach der Mehrwert des SZ für die LMU?

„Das Schreibzentrum trägt zum Ausbau der Schreibkompetenzen der Studierenden und es entlastet die Lehrenden. Auf lange Sicht leistet das Schreibzentrum einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der LMU als Symbol akademischer Qualität, denn jede Person, die von dem vielfältigen Angebot des Schreibzentrums Gebrauch gemacht hat, schreibt bessere Texte.”

Dr. Amy Mohr, Fakultät 13, Department für Anglistik und Amerikanistik

„1. The professionally trained and dedicated tutors have given immeasurable support to my students, helping them gain the skills and confidence necessary to write well in English. With their support, students have successfully completed final essays and thesis projects, learning skills in project management that they will carry forward in their future careers.

2. Considering that writing centers are integrated into many universities in Germany and the U.S., a fully funded Schreibzentrum would allow LMU to stay on par with its peer institutions. With a diverse community of students in all fields and at all levels, the Schreibzentrum offers a core of expertise. If it were to disband and start again when the need is realized, it would take time to rebuild and in that time leadership would be lost. Furthermore, the Schreibzentrum has developed a network throughout the university, which depends on its presence. Student attendance at tutoring sessions, workshops, and events demonstrates that academic writing is a central concern. The ability to write well is the foundation of a university education, an academic and life skill that LMU should support by funding the Schreibzentrum.”

Dr. Daniela Müller, Fakultät 13, Department für Romanistik

„Das wissenschaftliche Schreiben als erlernte Fähigkeit wird an den Schulen nicht vermittelt. Es ist somit Aufgabe der Universität, die Studierenden in den fachspezifischen Schreibgepflogenheiten auszubilden. Wer die Vermittlung des wissenschaftlichen Schreibens aber nur den Dozierenden in den Pro-, Haupt- und Masterseminaren überläßt, wird schnell feststellen, daß gegenüber der Vermittlung der fachlichen Inhalte nur wenig Zeit für das Üben des wissenschaftlichen Schreibens abgeknapst werden kann. Im anglo-amerikanischen Sprachraum sind Academic Writing Kurse fester Bestandteil des Studiums. Nach diesem Vorbild leistet das Schreibzentrum der Fakultät 13 der LMU sehr wertvolle Dienste. Ich selbst habe als Dozierende in den vergangenen Jahren die Angebote des Schreibzentrums regelmäßig wahrgenommen, etwa über die Integration eines Workshops in ein Seminar oder sogar die semesterbegleitende Begleitung durch eine Schreibtutorin, gebe aber auch regelmäßig die dringende Empfehlung an Studentinnen und Studenten, an den sehr erfolgreichen und immer schnell ausgebuchten Freitagsworkshops teilzunehmen und sich auch in den offenen Sprechstunden bei Schreibproblemen an das Schreibzentrum zu wenden. Darüber hinaus sind die Workshops für Dozierende, in denen die Möglichkeiten zur Integration wissenschaftlichen Schreibens in die eigene Lehre diskutiert wird, eine sehr wichtige Weiterbildung, die nicht einmal nebenbei durch learning-by-doing erworben werden kann.
Das Schreibzentrum übernimmt Aufgaben, die die Dozierenden angesichts des oft sehr hohen Lehrdeputats nicht wahrnehmen können. Ohne das Schreibzentrum dürften die Fähigkeiten zum schriftlichen Ausdruck bei den Studierenden rasch sinken. Insbesondere Studierende, die nicht aus einem akademischen Elternhaus stammen, würden damit stärker benachteiligt werden. Die Einrichtung des Schreibzentrums war ein großer und sehr richtiger Schritt dahin, mit den großen anglo-amerikanischen Universitäten in der Unterstützung der Studierenden gleichauf zu sein. Eine ersatzlose Streichung dieser Einrichtung würde uns um Jahrzehnte zurückwerfen und all die gewonnenen Erfahrungen und Expertisen würden verlorengehen. Stattdessen sollte eine Verstetigung und eine fortschreitende Professionalisierung des Schreibzentrums die Leuchtturmfunktion der LMU in der Attraktivität für deutschsprachige und internationale Studierende sicherstellen.”

Dr. Katharina Pink, Fakultät 13, Department für Anglistik und Amerikanistik

„Die Peer-to-Peer Vorträger des Schreibzentrums stellen nicht nur in meinem Bachelor Kolloquium, das sich an BA-Kandidaten mitten im Schreibprozess richtet, eine große Hilfe dar, sondern auch in meinen anderen Seminaren, in denen größere Seminararbeiten verfasst werden.

Ich unterrichte seit über 10 Jahren an der LMU und der Übergang von G9- auf G8-Absolventen/Studienanfängern war eklatant spürbar. Viele, in den Geisteswissenschaften so essentielle Fähigkeiten - etwa die Fähigkeit, komplexe, kohärente Texte zu verfassen, Argumente aufzubauen und zu belegen sowie die richtige stilistische Tonlage zu finden - waren plötzlich kaum noch ausgeprägt. Das liegt offensichtlich daran, dass im Rahmen des G8 verstärkt mündlich geprüft wird und längere schriftliche Prüfungen sowie die Lektüre *ganzer* längerer Texte stark reduziert worden sind. Der Effekt davon war instantan zu spüren: Engagierte Studenten, die sehr gute Referate und Diskussionsbeiträge lieferten, schnitten schlecht bis sehr schlecht in den schriftlichen Übungen ab. Die Schwelle für Abiturienten, wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben zu erlernen und den Zugang zu wissenschaftlichem Diskurs zu finden war plötzlich doppelt so hoch. Als Dozent von Einführungskursen hatte man nun eine weitere massive Baustelle, bei der man seine Studierenden 'abholen' musste – aber es fehlten meist die Zeit und die Ressourcen.

Hier war das Schreibzentrum die Rettung: sehr professionelle Vorträge von älteren Studierenden in einem entspannten kollegialen Klima, in dem sich jeder traut, vermeintlich 'dumme' Fragen zu stellen. Auch konnte ich beobachten, dass es viele Studierende motiviert hat, zu sehen, dass es dem studentischen Referenten am Anfang auch schwerfiel, er es aber letztlich geschafft hat. Zudem finde ich es auch eine ausgezeichnete Weiterbildungsmöglichkeit für angehende Lehrer, sich in diesem Rahmen in der Lehre zu üben.

Ich finde das Schreibzentrum eine großartige Einrichtung – nicht nur die Workshops, sondern auch das one-on-one tutoring, die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten etc.

Wissenschaftliches Schreiben macht einen Großteil der Leistung in unserem Fach aus – das Schreibzentrum bietet Studierenden sowie Lehrenden die Hilfestellung und das Forum, sich die nötigen Fähigkeiten und Materialien hierfür zu beschaffen.

Ich fände es wirklich schlimm, wenn eine so erfolgreiche Einrichtung, die so regen Anklang fand, wieder 'weggespart' würde.”

Prof. Dr. Claudia M. Riehl, Fakultät 13, Leiterin des Instituts Deutsch als Fremdsprache, Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache

„Über die Bedeutung des Schreibzentrums für Studierende des DaF-Instituts

Das Schreibzentrum bildet seit Jahren eine essentielle Institution für DaF-Studierende. Das vielfältige Angebot des Schreibzentrums (Freitagsworkshops, individuelle Schreibberatung, Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten etc.) wird von unseren Studierenden regelmäßig in Anspruch genommen. Dabei ist hervorzuheben, dass unsere Studierendenschaft, v.a. im internationalen Master eine extrem hohe Heterogenität aufweist, die durch die verschiedenen Wissenschaftskulturen und sprachliche Defizite im Bereich Deutsch als Wissenschaftssprache bedingt ist. Aus diesem Grund benötigen unsere Studierenden eine intensive und individuelle Beratung und Betreuung beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, die wir so am Institut nicht leisten können.

 Darüber hinaus nutzen wir seit Jahren das Angebot der In-Class-Workshops, bei dem studentische Schreibberater in unseren Kursen eine Sitzung gestalten und hier Themen wie Fragestellung und Hypothesen oder Leserführung thematisieren. Gerade die Intervention durch andere Studierende senkt bei unseren ausländischen Studierenden die Hürde, die Angebote der Schreibberatung in Anspruch zu nehmen (Peer-to-Peer-Reviewing).

Aus diesen Gründen halten wir eine Verstetigung des Schreibzentrums und damit auch den Erhalt der in den letzten Jahren gewonnenen Strukturen und Expertise für unabdingbar. Für eine erfolgreiche Exzellenzuniversität wie die LMU München sollte es selbstverständlich sein, dass derartige Angebote für internationale Studierende - wie es im Übrigen an allen namenhaften Universitäten des In- und Auslands gängig ist - dringend institutionalisiert werden.”

PD Dr. Christina Sanchez-Stockhammer, Fakultät 13, Department für Anglistik und Amerikanistik

„Das Schreibzentrum ist eine sehr hilfreiche Einrichtung für die Studierenden. Als ich die Möglichkeit eines Besuchs in meinem Unterricht genutzt habe, konnten meine TeilnehmerInnen im Vorfeld auswählen, welche Themenfelder besonders relevant für sie waren. Eine sehr kompetente studentische Trainerin hat ihnen dann wertvolle Tipps auf Augenhöhe zum wissenschaftlichen Schreiben in englischer Sprache gegeben. Das anschließende Feedback meiner TeilnehmerInnen war sehr positiv!”

Daniel Schneider, M.A., Fakultät 13, Department für Anglistik und Amerikanistik

„Das Schreibzentrum bietet eine wertvolle Anlaufstelle für Studierende beim Verfassen einer Hausarbeit. Die Möglichkeit von In-class-Workshops ermöglicht es, dass Studierende sich im selben Gespräch sowohl mit erfahreneren Kommilitonen als auch mit den Lehrenden des jeweiligen Kurses über das Verfassen einer Hausarbeit austauschen können. Mit diesen Angeboten ist das Schreibzentrum ein unverzichtbarer Teil der Universitätsstruktur geworden. Ich bin überzeugt, dass ein Wegfall des Schreibzentrums einen massiven qualitativen Einbruch der Lehre an der LMU nach sich ziehen würde.”

Dr. Christiane Schwab, Fakultät 12, Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie

„Das Schreibzentrum bietet den Studierenden eine großartige Unterstützung beim Verfassen ihrer Seminararbeiten. Von der Konzeptions- bis zur Korrekturphase können sie hier niedrigschwellig Hilfe einholen. Die Qualität der Seminararbeiten hat sich dadurch in meinen Kursen deutlich verbessert.”

Dr. Snezana Vuletic, Fakultät 13, Institut für Englische Philologie

„As assistant professor and senior researcher now and junior researcher until 2018, I strongly support the existence of the Writing Centre at Ludwig Maximilian University. As junior researcher, I remember that I was in much need of the centres that understand well the processes of doing academic research, planning papers and completing papers, and that possess excellent tools and methods to convey such skills to students. As assistant professor at LMU, I have come to appreciate the Writing Centre for yet another reason. In departments as big and diverse as the English Department at this university, which consists of the lecturers of different generations, academic backgrounds and academic levels and which often lacks a tight internal coordination, the teaching of how to write papers can vary radically from lecturer to lecturer. In such an environment, students do not develop a sense of a standard in producing papers and rely on the guidance of individual lecturers. This situation radically increases the workload of each lecturer. But it also creates an impression, among students, that each academic paper is an exercise without precedent and an exercise which makes the knowledge gained in other courses seem to be of little use. The Writing Centre has been the one centre whose work contributed to standardising the writing process for students and that had a generous, varied and creative range of services that made the standard of writing papers at LMU clear to students. The Writing Centre has thus both relieved the workload of individual lecturers and ensured that students at LMU approach the writing of academic texts with more structure, ease and confidence. For the reasons outlined above, I was convinced and continue to be convinced that the future of the Writing Centre at LMU deserves to be considered seriously and that all efforts ought to be directed toward ensuring its further existence.”

Dr. rer. biol. hum. Tobias Weinmann, Dipl.-Psych., MSc. , Fakultät 07, Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

„Gerade im Bereich Public Health ist es schon per definitionem von essentieller Bedeutung, dass Studierende lernen, ihre Forschungsergebnisse und Gesundheitsthemen, welche die Allgemeinheit betreffen, in geeigneter, nachvollziehbarer und verständlicher Art und Weise an die Gesellschaft zu kommunizieren. Das Schreibzentrum der LMU leitet hierbei einen hervorragenden und äußerst wichtigen Beitrag, um den Studierenden eine entsprechende Methodenkompetenz zu vermitteln und die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben. Dies hat sich unter anderem eindrücklich am 'Writing Global Health Workshop' im Rahmen der European University Alliance for Global Health (EUGLOH) gezeigt.”

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Publikationen

Ballweg, S., C. Kuhn und L. Hertweck. „Schreiberfahrung von Studierenden aus verschiedenen Fächergruppen und deren wahrgenommener Unterstützungsbedarf beim akademischen Schreiben. Ergebnisse einer Querschnittsstudie.” In Schreibberatung und Shreibförderung: Impulse aus Theorie, Empirie und Praxis, Hrsg. S. Ballweg, 137-172. Frankfurt am Main: Lang, 2016.

Ebert J. und U. Heublein. „Ursachen des Studienabbruchs bei Studierenden mit Migrationshintergrund. Eine vergleichende Untersuchung der Ursachen und Motive des Studienabbruchs bei Studierenden mit und ohne Migrationshintergrund auf Basis der Befragung der Exmatrikulierten des Sommersemesters 2014.” Hannover: DZHW, Stiftung Mercator, 2017. Zuletzt aufgerufen am 29.05.2020. http://www.dzhw.eu/pdf/21/bericht_ mercator.pdf.

Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung. „Positionspapier Schreibkompetenz im Studium.” Verabschiedet 2018 in Nürnberg. Zuletzt aufgerufen am 29.05.2020. https://gefsus.de/images/Downloads/gefsus_2018_positionspapier.pdf.

Grützmacher, J. und J. Willige. „Die Studieneingangsphase aus Studierendensicht. Ergebnisse aus dem Studienqualitätsmonitor 2015.” Hannover: DZHW, 2016. http://www.dzhw.eu/pdf/21/201-07-04_sqm-jahresbericht-2015.pdf.

Harju, Bärbel, Teresa Gruber, Sabrina Sontheimer, Tina Werner. „Writing to Learn: Schreiben als Denkwerkzeug in der Lehre nutzen.” In Innovationen in der Lehre (Publikation 2020).

Harju, Bärbel, Tina Werner. „Wissenschaftliches Schreiben in der Hochschullehre.” In Methoden in der Hochschullehre, Hrsg. Jörg Noller et al. Berlin: Springer Verlag, 2019.

Heublein, U., J. Ebert, C. Hutzsch, S. Isleib, R. König, J. Richter und A. Woisch. „Zwischen Studienerwartungen und Studienwirklichkeit. Ursachen des Studienabbruchs, beruflicher Verbleib der Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher und Entwicklung der Studienabbruchquote an deutschen Hochschulen.” Hannover: DZHW, 2017.

Heublein, Ulrich, Christopher Hutzsch, Jochen Schreiber, Dieter Sommer und Georg Besuch. „Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen: Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von Exmatrikulierten des Studienjahres 2007/08.” HIS: Forum Hochschule: Hannover, 2010. Zuletzt aufgerufen am 29.05.2020. https://www.dzhw.eu/pdf/21/studienabbruch_ursachen.pdf.

Hölzlhammer, Lilli und Luis Schäfer. Beitrag zu Schreiblehrkonzepte an Hochschulen. Fallstudien und Reflexionen zum Schreibenlehren und -lernen. Hrsg. S. Lahm, F. Meyhöfer und F. Neumann. Publikation ausstehend.

Martin, Sarah. „The University Writing Center as a Space for Competence-based SLA: A Metalinguistic Perspective for EFL Learners.” Masterarbeit. München, 2019. https://www.schreibzentrum.fak13.uni-muenchen.de/material/literaturempfehlungen/martin_sarah_masterarbeit.pdf.

Schreibzentrum LMU. „Methodensammlung.” Zuletzt aufgerufen am 29.05.2020. https://www.schreibzentrum.fak13.uni-muenchen.de/lehrende/methoden/ methodensammlung.pdf.

Sennewald, N. und N. Mandalka. „Akademisches Schreiben von Studierenden: Die Bielefelder Erhebung zur Selbsteinschätzung der Schreibkompetenzen.” In Literale Kompetenzentwicklung an der Hochschule, Hrsg. U. Preusser und N. Sennewald, 143-166. Frankfurt am Main: Lang, 2012.

Universität Konstanz. „Exmatrikuliertenbefragung 2010 bis 2014.” Konstanz: Mai 2015. Zuletzt aufgerufen am 29.05.2020. https://www.uni-konstanz.de/typo3temp/secure_downloads/67357/0/9cfd9930b206720 c5291c465601286f1e6abc01c/ExMat_5Jahre_Bericht.pdf.

Werner, Tina. „Das Differenzdilemma in der Schreibzentrumsarbeit.” In Akademisches Schreiben. Sprache zum Schreiben – zum Denken – zum Beraten, Hrsg. Ö. Alagöz-Bakan et al., 103-107. Hamburg: Universitätskolleg-Schriften, 2016.